Geschichte


Eine Schule in Veränderung

Die ehemalige Haupt- und Realschule am Richard-Linde-Weg ist seit der Hamburger Schulreform im Schuljahr 2010-11 eine moderne Stadtteilschule, die sich ihren Platz in der Bergedorfer Schullandschaft erarbeitet und bewahrt hat. Derzeit steht die Erweiterung und Modernisierung der Schule an, um der großen Nachfrage und den räumlichen Anforderungen zu entsprechen, die an uns als künftige Ganztagsschule gestellt werden.

Seit Gründung der Schule im Jahr 1957 haben bereits viele Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern hier gelernt, gelacht, gelitten, gelebt. Ein kleiner Blick in die Vergangenheit kann daher sehr spannend sein.

Neubau der Schule im Jahr 1957

Im Sommer 1957 war es so weit: der erste Bauabschnitt der Schule am Richard-Linde-Weg wurde der Schulbehörde übergeben. Unter den Besuchern der Eröffnungsfeier waren der Bergedorfer Bezirksleiter Oberregierungsrat Schaumann, Oberschulrat Dressel und der Architekt Sieglitz. Oberschulrat Dressel übergab den Schlüssel der Schule symbolisch an den ersten Schulleiter Drewes.

Der Neubau löste große Begeisterung aus. So war in der Bergedorfer Zeitung zu lesen: "Einen idealeren Platz für eine Schule kann es in Lohbrügge kaum geben. Hoch oben auf dem Geesthang breitet sich die neue Schule am Richard-Linde-Weg auf einer dreieinhalb Hektar großen Fläche aus. Die nach modernen Gesichtspunkten vorwiegend in der Flachbauweise errichteten Gebäude gliedern sich strahlenförmig um das sogenannte "pädagogische Zentrum". Hinter diesem Namen verbirgt sich ein Aufenthaltsraum für die Schüler, der vor allem bei schlechtem Wetter als Pausenhalle benutzt werden kann."

Auch wenn die gelobte Flachbauweise heute nicht mehr als übermäßig modern gelten mag, begeistert die Schönheit des grünen Schulgeländes, das in dieser Form nur selten in der Hamburger Schullandschaft zu finden sein dürfte, nach wie vor Schüler und Lehrer. Mit Fertigstellung des ersten Bauabschnitts war ein wichtiger Schritt zur Entlastung der oft ungenügenden Schulverhältnisse in Lohbrügge getan. Zwölf Klassen sowie sieben Fachklassen waren nun am Richard-Linde-Weg vorhanden. Die ersten Schülerinnen und Schüler kamen überwiegend von der Knaben- und Mädchenschule Binnenfeldredder.

In weiteren Bauabschnitten waren eine Aula, eine Turnhalle, ein Schulschwimmbecken und ein Verwaltungsgebäude geplant. Das Schwimmbecken fiel letztlich dem Rotstift zum Opfer, die anderen Gebäude sind im Laufe der Zeit tatsächlich entstanden und sind noch immer wichtige Säulen des Schulalltags.

Zeitungsartikel zu unserem Abschlussjahrgang 1960

Ein Zeitungsartikel aus der Bergedorfer Zeitung zum Abschlussjahrgang 1960.